Gerold Jauch

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Gerold (Karl Thomas Fulgentius) Jauch (* 7. September 1773 von Bellinzona (Bürgerort: Altdorf); † 22. Oktober 1824 in Muri)

Lebensdaten

Gymnasium an der Klosterschule Muri

Profess: 21. November 1792

Studium der Philosophie und Theologie an der Hausschule Muri

Priesterweihe: 24. September 1797

Ämter

Lehrer in Muri: 1797–1799, 1803–1824

Küchenmeister und Archivar: 1814–1824

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Karl Jauch und der Maria Antonia Ialti. Sein Vater war eidgenössischer Beamter in Bellinzona.

Weitere Verwandte:

  • Johann Sebastian Jauch (1674–1731) war 1721 Landvogt zu Sargans und 1729–1731 Landesstatthalter und 1731 Urner Landammann
  • Johann Joseph Anton Jauch (1714–1780), Oberstleutnant in spanischen Diensten
  • Karl Josef Jauch (1728–1783), zunächst Hauptmann in spanischen Diensten, 1780 Urner Landammann
  • Karl Florian Jauch (1712–1780), 1776 Generalleutnant Neapels
  • Karl Eduard Jauch (1759–1802) Feldmarschall des Königreichs beider Sizilien
  • Joseph Stephan Jauch (1724–1801), 1755–68 Landessäckelmeister, 1768–70 Urner Landammann. 1770–71 und 1787–88 Landvogt im Thurgau
  • P. Alois (Johann Josef Franz Sales Leonz Xaver Karl Anton Florian Sebastian Raymund Alois) Jauch, OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Einsiedeln[1]
  • P. Jakob Josef Jauch (1802–59), Sohn von P. Alois, in Russland geboren und von Kardinälen und Bischöfen gefördert, Textdichter der liechtensteinischen Nationalhymne „Oben am jungen Rhein“
  • P. Heinrich (Peter Leonz) Jauch, OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Fischingen[2]
  • Carlos Maria Jauch (1806–1890), seit 1874 Generalkapitän von Aragonien und Mitglied des obersten Kriegs- und Marinegerichtes.
  • Emanuel Jauch (1759–1805), Baumwollunternehmer, Einführung der Mediationsverfassung in Uri
  • Franz Jauch (1807–1867) wurde 1848 Bundesrichter
  • Giovanni Jauch (1806–1877), Nationalrat, 1847 Oberst im Sonderbundskrieg, Präsident der Tessiner Nationalbank, 1855 Staatsrat und Staatssekretär

Lebensbeschreibung

P. Gerold legte 1792 Profess im Kloster Muri ab, wurde am 17. Mai 1795 zum Subdiakon und am 27. September 1795 in Muri zum Diakon geweiht. 1797 folgte die Priesterweihe. P. Gerold war ein sehr guter Musiker, insbesondere Organist, und komponierte auch Musikstücke. So musste er im Juli 1799 in der Klosterkirche zu Muri für den französischen General André Massena und seine Offiziere ein Orgelkonzert geben. Bei Bestand des Gymnasiums war er immer als Lehrer für Musik tätig und hatte ein Geschick für den Musikunterricht. 1814 bis 1824 war er Küchenmeister und Archivar. P. Gerold starb 1824, womöglich an Blinddarmentzündung.[3]

Werke

  • Directorium Novitiorum, StiAMG Sarnen, M.Cod. chart. 546.
  • Musica pro missa solemni in coena Domini. Gries.
  • 6 Magnificat a 4 voc., organo et violoncello. Gries.
  • 8 Magnificat a 4 voc., organo et violoncello. Gries.
  • Kurzgefasste Regeln der Partitur. Gries.

Bibliographie

  • Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931.
  • Henggeler, Rudolf, Professbuch der fürstlichen Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau von Einsiedeln, Monasticon-Benedictinum Helvetiae III. Band, Zug 1933.
  • Professbuch: Nr. 602.

Einzelnachweise

  1. Henggeler, Rudolf, Professbuch der fürstlichen Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau von Einsiedeln, Monasticon-Benedictinum Helvetiae III. Band, Zug 1933, 445-446.
  2. Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931, 485.
  3. Unterlagen Professbuch P. Adelhelm Rast und Abt Dominikus Bucher sowie Zettelkatalog P. Adelhelm Rast im StiAMG Sarnen.