Bremgarten

Aus Muri
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Amtmann

  • 1544–1568 Andreas Fehr
  • 1568–1579 Christoffel Glauser
  • 1579–1590 Hans Schriber
  • 1590–1612 Hans Meier, Bruder von Abt Jakob Meier
  • 1612–1649 Ulrich Honegger, Vater von Abt Bonaventura Honegger
  • 1649–1675 Johann Jost Honegger, Bruder von Abt Bonaventura Honegger und Sohn des Ulrich Honegger
  • 1675–1704 Franz Aegid Honegger, Neffe von Abt Bonaventura Honegger und Sohn von Johann Jost Honegger
  • 1737–1766 Franz Aegid Honegger
  • 1766–1775 Claudius Joseph Konrad, Schulthess
  • 1775–1804 Franz Konrad, Ratsherr und Stadtrichter, Sohn des Claudius Joseph Konrad
  • 1804–1827 ... Konrad

Grundstücksbesitzer Murihof

  • –1399 Kunzmann von Seengen
  • 1399–1838 Kloster Muri
  • 1838–? Rudolf Lindenmann
  •  ?–1870 Maurer, Fürsprech und Stadtammann
  • 1870– ? Meyer-Weidmann
  • um 1900 Heinrich Meyer-Ganzoni
  • um 1967 W. Meyer-Hioolen
  • um 1997 Meyer

Chronik

  • 1367 Erstmalige Erwähnung eines Gebäudes des Kloster Muri in Bremgarten.
  • 1382 Erlass der Zehntenabgabe durch Abt Konrad Brunner nach dem verheerenden Stadtbrand
  • 1397 Befreiung jeglicher Steuern und Verpflichtungen des Klosters Muri aus dem Besitz von Liegenschaften in Bremgarten durch Burgrechtsverleihung an das Kloster Muri am 14. April
  • 1399 Kauf der Liegenschaft Murihof, einer Hostatt mit Umschwung am Ufer der Reuss, von Kunzmann von Seengen für 77 Gulden durch Abt Konrad Brunner
  • 1400 Bau des ersten Amtshauses, das als Verwaltungssitz der Amtsleute und als städtisches Absteigequartiere für die Äbte von Muri ergerichtet wurde.
  • um 1480 Mitgliedschaft des Abtes Johannes Hagnauer in der Bruderschaft Unserer Lieben Frau in Bremgarten
  • 1546–1548 Abbruch des ersten Amtshauses und Ersatz durch einen Neubau durch Abt Laurentius von Heidegg. Im dabei geschaffenen Eckzimmer, das heute als Fürstenzimmer bezeichnet wird, wurden die Wappen des Klosters und des Abtes Laurentius von Heidegg angebracht.
  • 1575 Errichtung der Zehntenscheune
  • 1580–1584 Erweiterung des Amtshauses um eine Eingangshalle samt Schneggendurch den Steinmetzermeister Hans Dub von Luzern und den Maurermeister Melchior Bratmann von Bremgarten im Auftrage von Abt Hieronymus Frey. Damals entsteht das gotische Kreuzgewölbe.
  • 1640–1641 Erhöhung des Schneggen um ein Stockwerk durch den Maurermeister Jakob Martin unter Abt Johann Jodok Singisen. In diesem Zusammenhang entstand der Chorraum der Hauskapelle, die mit einem Türmchen gekrönt ist. An den Wänden prangen Portraits der Äbte Johannes Feierabend (18. Jh.), Johann Jodok Singisen (Mitte 17. Jh.), Bonaventura Honegger (17. Jh.) und Bonaventura Bucher (1767)
  • 1640 Weihe der Hauskapelle durch den Nuntius Hieronymus Farnese am 6. Oktober während den Bauarbeiten. Die Kapelle wird zu Ehren der Muttergottes und des Heiligen Johannes des Evangelisten und des Heiligen Jodokus geweiht.
  • 1641–1642 Ausmalung der Hauskapelle durch den Maler Hans Michael Lüpner
  • 1642 Schaffung des Altarretabels der Kapelle durch die Werkstatt des Luzerner Bildhauers Niklaus Geisler [1]
  • 1688 Erneuerung von Torbogen und Hofmauer
  • 1767 Neuer Turmofen durch den Hafnermeister Leonz Küchler
  • 1779 Renovation der Hauskapelle. Diesbezüglich soll eine Urkunde im Turmknopf liegen.
  • 1780–1781 Renovation und Vergrösserung der Zehntenscheune
  • 1837 Abbruch des alten Waschhauses
  • 1837 Verkauf der Zehntenscheune durch den staatlich bestellten Verwalter Rudolf Lindenmann zum äusserst geringen Preis von 1561 Franken.[2]
  • 1838 Verkauf der Liegenschaft Murihof an den staatlich bestellten Verwalter Rudolf Lindenmann
  • 1899–1901 umfassende Renovation der Liegenschaft. Bei diesen Arbeiten werden der Rundbogendurchgang und der markante Turm erstellt.
  • 2018 Der Murihof steht heute unter Denkmalschutz.

Zuständigkeit des Amtshofes 1596

Die Aufgabe bestand in der Verwaltung und Überwachung der nachstehenden Güter sowie dem Eintreiben der Zinsen (A) und Zehnten (B)[3]:

  • Besenbüren A
  • Hermetschwil A
  • Hof Rüti A
  • Eggenwil AB
  • Sulz B
  • Künten B
  • Waltenschwil AB
  • Waldhäusern A
  • Wohlen AB
  • Göslikon A
  • Büttikon AB
  • Villmergen AB
  • Hembrunn AB
  • Anglikon B
  • Dintikon AB
  • Hilfikon B
  • Hägglingen A
  • Bremgarten A
  • Ebniszehnt B
  • Lunkhofen AB
  • Jonen A
  • Arni A
  • Lieli A
  • Berikon A
  • Zwillikon A
  • Hedingen A
  • Ferenbach A
  • Wolssen A
  • Dussen A
  • Mellingen A

Bibliographie

  • 50 Jahre Luzerner Landbank AG, Sursee 1955.
  • Benz, Walther, Bremgarter Chronik. Geschichte der Stadt Bremgarten vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert, Bremgarten 1988.</ref>
  • Glauser, Fritz, Wile bei Sursee. Zur älteren Geschichte der Vorstadt, Surseer Schriften Geschichte und Gegenwart 8, Sursee 2011.
  • Lierheimer, Bernard Maria, Des Stiftes Muri letzte Jahre und die Übersiedlung nach Gries, Brünn 1882.
  • Pfyffer, Emil, Der Muri-Amthof in Bremgarten, in: Unsere Heimat 2 (1928), 78-80.
  • Stöckli, Alban, Um die Anfänge von Bremgarten, in: Unsere Heimat. Jahreszeitschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 29 (1955), 37-45.
  •  Kurt Strebel: Die Benediktinerabtei Muri in nachreformatorischer Zeit 1549-1596. Vom Tode des Abtes Laurenz von Heidegg bis zur Wahl von Abt Johann Jodok Singisen. H. Schellenberg, Winterthur 1967, S. 183.

Einzelnachweise

  1. Benz, Walther, Bremgarter Chronik. Geschichte der Stadt Bremgarten vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert, Bremgarten 1988, 195.
  2. Lierheimer, Bernard Maria, Des Stiftes Muri letzte Jahre und die Übersiedlung nach Gries, Brünn 1882, 27.
  3.  Kurt Strebel: Die Benediktinerabtei Muri in nachreformatorischer Zeit 1549-1596. Vom Tode des Abtes Laurenz von Heidegg bis zur Wahl von Abt Johann Jodok Singisen. H. Schellenberg, Winterthur 1967 , 41.

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  1. .